Gespeichert unter: Gesellschaft, Politik | Schlagworte: Pflegeversicherung, Rente, Wahlkampf
Die beschlossene und zum Teil vorgezogene Rentenerhöhung von 1,1 Prozent entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Versuch einer plumpen Augenwischerei. Die alarmierenden Umfragewerte, der starke Zulauf zur Partei Die Linke und die unzufriedenen 20 Millionen Rentner als potenzielles Wahlvolk haben beide Parteien der Koalition zu einer Großoffensive animiert, um 2009 bei den Wahlen wieder zu punkten. Würde nicht zufällig zur gleichen Zeit der Beschluss über die Erhöhung des Anteils zur Pflegeversicherung von 0,25 Prozent wirksam, wären ja wieder 1,1 Prozent mehr Kaufkraft bzw. ein teilweiser Inflationsausgleich erzielt worden. So verbleiben tatsächlich nur 0,85 Prozent. Hätte man wie zuletzt die Renten um nur 0,54 Prozent erhöht, so wären lediglich 0,29 Prozent übrig geblieben. Den Rentnern das “verkaufen” zu müssen, hat wohl die Angst um das Wahlergebnis geschürt.
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