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eine unkonventionelle, individuelle Lebensform
31.März.2008, 5:49 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Gesellschaft, schwul | Schlagworte: , ,
Da lese ich doch heute in der RZ unter der Überschrift : ” Rosa Lacksarg und Luftballons am Grab”

[..]Bad Kreuznacher organisiert Bestattungen für Homosexuelle - Kirchenbräuche sind fremd
“Diese Feier hätte ihm oder ihr gut gefallen” - diesen Satz möchten alle Angehörigen nach einer Trauerfeier für einen Verstorbenen sagen können. Doch die wenigsten vermuten, dass die Abschiednahme ganz persönlich aussehen kann.
RHEINLAND-PFALZ/BERLIN. Mittlerweile werden immer mehr Trauerfeiern ohne Gottesdienste und kirchliche Rituale abgehalten. Auch das letzte Geleit soll individuell gestaltet sein - das Lieblingslied ertönt aus dem CD-Player, der Sarg ist bunt bemalt, und es gibt sogar einen Bestatter, der speziell die Wünsche Homosexueller erfüllt.Die haben nach Einschätzung von Mark Grünewald aus Bad Kreuznach häufig besondere Wünsche für Beerdigungen. Der 36-Jährige will die unkonventionellen Vorstellungen von Schwulen und Lesben, aber auch von Heterosexuellen mit seinem Bestattungsunternehmen erfüllen. Seine Meinung: “Schwule wollen keinen Standard.” Bei der Trauerfeier und der Bestattung erwarten sie “Esprit und Klasse”, so Grünewald. Im Zweifelsfall den rosa Lacksarg inklusive. Viele homosexuelle Männer haben auch Scheu, nach dem Tod des Partners einem Bestattungsunternehmer zu sagen: Ich habe meinen Mann verloren. Grünewald will, dass sich die Kunden bei ihm verstanden fühlen. Aufträge erhält er aus der Region und aus Großstädten wie Köln.[..]Das zeigt mir, dass schwul sein mehr als nur eine sexuelle Orientierung ist, es ist eine unkonventionelle, individuelle Lebensform (“Schwule wollen keinen Standard.”).

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