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Einreiseverbot für Hasssänger und Indizierung von Hassmusik
24.März.2008, 10:27 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Diskriminierung, Gesellschaft, Politik, Recht, schwul | Schlagworte: ,

Man wird älter und setzt irgendwann andere Prioritäten in seinem Leben. So muss ich zugeben, dass ich mich für Reggae zu Zeiten Bob Marleys mehr interessiert habe wie heute. Doch heute habe ich auf queer.de und auf der Seite von Volker Beck (MdB) von einem Rodney Price alias Bounty Killer und dessen Auftrittsabsichten in Essen gelesen.

Da gibt es so eine Passage im Bericht auf queer.de bei der ich “Sodbrennen” bekomme:

[..] Solid*Rock Music, Vibes Promotion, CrossCulcha Sound und Stoojah Sound werfen den Kritikern vor, weder Reggaemusik noch die Situation auf Jamaica zu verstehen: “Wir sind der Meinung, dass es den Jamaikanern selbst zu überlassen ist, dass Tempo zu bestimmen und diese Problematiken aufzuarbeiten. Einmischung nach Art ‚Wir sind die Zivilisierten und Ihr müsst euch sofort ändern‘ schürt dort unten doch nur den Hass, stärkt den Mainstream und verhärtet die Fronten.”[..]

Ich war noch nie auf Jamaiker, ich kenne nicht die Mentalität der Menschen dort. Doch eins weiß ich: Dortmund Essen ist in der BRD und da gelten das deutsche Strafgesetz und die deutsche Rechtsordnung sowie die Werte des Grundgesetzes, und in diesem wird jedem Menschen zugesichert, dass er in der BRD nicht diskriminiert oder gegen ihn gehetzt wird. Wenn also ein “Star” aus dieser Region zu uns kommt und hier seine Liedchen trällert, die Diskriminierung und Hetze gegen eine Gruppierung von Menschen beinhalten und damit auch noch Geld verdient, muss er sich an diese, in der BRD geltende Rechte, halten.

Menschen die gegen geltende Gesetze und Rechte in der BRD verstoßen darf, meiner Meinung nach, keine Möglichkeit gegeben werden, ihre verwirrenden Botschaften hier zu verbreiten.

Solid*Rock Music, Vibes Promotion, CrossCulcha Sound und Stoojah Sound unterstelle ich, dass es ihnen gar nicht um die Inhalte der Liedtexte ihrer “Schützlinge” geht und darum den Fans einen schönen Abend zu bescheren, sondern nur um den Profit.

Quellennachweis queer.de 

8 Kommentare bis jetzt
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Vielleicht sollten wir erst einmal die Auftritte von schwulenfeindlichen “Musikern” aus Deutschland verhindern und ihnen nicht noch grosszügig Preise verleihen.

Kommentar von rene 24.März.2008 @ 3:07 Uhr nachmittags

@rene
mein Satz: [..] Menschen die gegen geltende Gesetze und Rechte in der BRD verstoßen darf, meiner Meinung nach, keine Möglichkeit gegeben werden, ihre verwirrenden Botschaften hier zu verbreiten.[..] gilt natürlich auch für die einheimischen “Stars”, Primitivmusiker, mit ihrem hirnlosem Geblubbere und grob strukturiertem Sprechgesang. (wie sie Stefan in einem Kommentar zu deinem o.g. Beitrag nennt)

Kommentar von koww 24.März.2008 @ 3:32 Uhr nachmittags

:) das habe ich seinerzeit leider nich so perfekt formulieren können.

Ich denke, auch die Unterstützung von Diskriminierung sollte geahndet werden. Und erst recht die Würdigung.

Kommentar von rene 24.März.2008 @ 4:14 Uhr nachmittags

Ich mag jedenfalls Reggae-Musik. Da muß aber keiner singen… :-)
Englische Texte verstehe ich sowieso nicht oder nur in Teilen.

Kommentar von Gucky 24.März.2008 @ 9:42 Uhr nachmittags

Siehe auch:
http://koww.wordpress.com/2008/03/27/296/

Kommentar von koww 27.März.2008 @ 5:07 Uhr nachmittags

Die Frage ist immer inwieweit die Meinungsfreiheit erlaubt sein darf. Aber um Musik zu machen muss man niemanden diskriminieren, tut man das doch, disqualifiziert man sich sowieso schon selbst. Trotzdem muss und soll sich jeder an die geltenden Gesetze halten müssen.

Kommentar von pointzero 27.März.2008 @ 5:57 Uhr nachmittags

Hey Leute, ich bin ein Mitglied von StooJah Sound, also auch ein Mitveranstalter!
Erstens finde ich es eine Unverschämtheit, uns zu unterstellen, es gehe uns um den Profit und nicht um die Fans und die Texte unseres “Schützlings”!
Würde es um den Profit gehen, würden wir mit absoluter Sicherheit kein Reggae-Konzert veranstalten, sondern einen Bushido oder sonst wen aus der Mainstream-Ecke buchen!

Zweitens hatte Bounty Killer nie beabsichtigt in Dortmund zu spielen, sondern in Essen! Tut nichts zu Sahce, beweist aber wie sehr sich der Autor mit dem Thema auseinandergesetzt hat!

Drittens hätte er seine Botschaften hier nicht verbreitet, hättest du die Stellungnahme genauer studiert, wäre dir aufgefallen, dass wir einen schriftlichen Vertrag mit dem Künstler abgeschlossen haben, der es ihm untersagt, Minderheiten zu diskriminieren oder eine gewaltverherrlichende Show abzuliefern! Deutsche Vorzeigerapper wie Bushido könnten sich daran mal ein Beispiel nehmen! Für die scheinen nämlich keinerlei dieser Klauseln zu existieren!

Drittens sind die Lieder, auf die sich der LSVD bezieht zum Teil schon 10 Jahre alt (2001 ist das jüngste, auf das sich bezogen wird!)! Warum werden nicht Auftritte von Prinz Ponro und sonst wem verboten.. die rocken nämlich momentan bei unserer Jugend, die alle Texte verstehen! Und diese Texte beinhalten massive Diskriminierungen von Frauen!

Ich will hier noch einmal betonen, dass ich die Gewaltaufrufe von Bounty Killer in keinsterweise unterstütze oder zu rechtfertigen versuche, nein, ich verurteile jegliche Diskriminierung! Kann auch Proteste seitens des LSVD bis zu einem bestimmten Grad nachvollziehen!
Den Leuten, die ein Reggae-Konzert besuchen, geht es um die Musik, nicht, dass der jeweilige Sänger gegen Schwule hetzt, was ihm auf der Bühne, um es noch mal zu betonen, untersagt ist!! Denn dies aus den Texten rauszuhören, setzt eine genaue Auseinandersetzung mit JAMAIKA, der Sprache, die dort gesprochen wird und der Kultur vorraus!
Und für die Interessiert man sich doch erst, wenn man MUSIKALISCHEN Geschmack an der Sache gefunden hat, oder?

Lies bitte das nächste mal alles und nicht nur das, was queer.de für zitierwürdig hält!

In diesem Sinne, schönes Wochenende!
Ruffie

Kommentar von Ruffie - StooJah Sound 28.März.2008 @ 5:19 Uhr nachmittags

Stefan (theGayDissenter) hat auf seiner Blogseite einen Kommentar eines Besuchers beantwortet. Dieser Antwort möchte ich mich voll und ganz anschließen.

Kommentar von koww 5.April.2008 @ 7:45 Uhr nachmittags



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