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Schwule und lesbische Narren feiern frivol und frech
3.Februar.2008, 7:48 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Allgemein, Gesellschaft, schwul | Schlagworte: , , , ,
Diesen Bericht aus der RZ vom 30.01.2008 will ich Euch nicht vorenthalten. Die schwule Sitzung in Koblenz war tatsächlich ein voller Erfolg:

[..]Der Koblenzer Karneval ist um die Farbe Rosa erweitert worden: Der “Narrenkäfig” ist eine echte Bereicherung für die Faasenacht

KOBLENZ. Das närrische Koblenz ist um eine echte Attraktion reicher: Beim “Narrenkäfig 2008″, der ersten schwul-lesbischen Sitzung des jungen Koblenzer Vereins “NarrenbunT”, erlebten die Närrinnen und Narren eine frivole, frische und freche Sitzung. Bis in den Morgen erschallte durch die ausverkaufte närrische Kulturfabrik der neue Schlachtruf “Kowelenz Olau - waaaaarm!”

Bei einer Kostümierungsquote des Publikums von fast 100 Prozent und einer Stimmungsgarantin wie Sitzungspräsidentin Dörthe Dutt alias Udo Eulgem kann auch nichts schiefgehen. Sie hat ihre karnevalistische Gesellschaft im Griff - mal in ein Rokoko-Kostüm gewandet, mal in ein futuristisches Fantasy-Outfit.

Und gleich zu Beginn schwört Dörthe Dutt auf die Besonderheiten ein, beispielsweise auf die etwas andere Rakete: Mit entsprechend theatralisch-tuntigen Handbewegungen hat das närrische Volk zu rufen: “Was? Schon zu Ende? Ich glaube ich steeeerbe!” Und macht es mit wachsender Begeisterung. Schööön!

Für die normalerweise harten metallenen Orden gibt es im “Narrenkäfig” weichen Ersatz: ein kleines Wärmekissen - und die Fantasien von Dörthe Dutt gratis, was man damit alles anfangen kann.

Insgesamt erinnert das karnevalistische Treiben an die Anfänge dieser alten rheinländischen Tradition. Gegen die Etablierten wollte man damals durch Humor und Witz ein Zeichen setzen. Und auch hier in der Kulturfabrik freut sich das fröhlich-schwule Völkchen über das freche und frivole Wortspiel, den kecken Witz, den deftigen Spruch und die leicht anarchistische Grundstimmung.

Toll zum Beispiel “Maische” als stets im falschen Moment auftauchende Putzfrau, die immer nur einen Witz erzählen will, oder Claudia, die Quotenlesbe, die aus ihrem nicht immer einfachen Leben erzählt. Umjubelt ist der Auftritt der “Regimentstochter” Marie Funk. Einmalig auch Schoko La Belle, laut Dutt die amtierende “Miss Vogue” mit einem wunderbar schwülen Chanson.

Mitten in die tosende Stimmung in der Kulturfabrik platzen der Prinz vom wirklich anderen (Rhein-)Ufer, der amtierende Prinz Bernd aus Niederberg, und seine Confluentia Renate. Prinz Bernd, “der närrische Niederberger”, macht in einem neckischen Zwiegespräch mit Dörthe Dutt den Besuch der Tollitäten zu einem der Glanzlichter des Abends. Klar, dass der Prinz seine Confluentia als die schönste Frau im Saal ankündigen muss, ebenso klar, dass sich daraufhin Dörthe Dutt schmollend in eine Ecke verzieht. Schließlich dankt der amtierende Prinz für den “warmen Empfang”.

Als zwei karnevalistische Entdeckungen der Spitzenklasse outen sich Chantal und Jeremy alias Frank und Olli. Die beiden “Prolls” beharken sich mit einem unglaublichen Reservoir an Sprüchen über ihre jeweiligen Familienangehörigen. Da kann sich mancher Hetero-Bühnenproll noch eine deftige Scheibe von abschneiden.

Ein echter Hingucker wie Hinhörer ist Tina Toupage, die die Kulturfabrik mit einmaliger Kostümierung und rauem Gesang in eine rauchige, schwül-schwule Chansonkneipe verzaubert.

Schließlich geht mit einem rauschenden Finale ein neues echtes Glanzlicht in der Koblenzer Faasenacht zu Ende. Der schon bunte Koblenzer Karneval ist um die Farbe Rosa erweitert worden. Und das ist gut so! [..]

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Quellenangabe: Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz Stadt vom 30.01.2008

1 Kommentar bis jetzt
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Ich musste deiner Karnevalsbegeisterung eine “sachlich gehaltene” Äußerung hinzufügen. Motto: One Size fits all! In diesem Sinne: Allaf, Alloa, Hellau etc.
http://samstagisteingutertag.wordpress.com/2008/02/03/schwule-verkleidung-fur-den-rosenmontag/

Kommentar von samstagisteingutertag 4.Februar.2008 @ 1:22 Uhr vormittags



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